Rathaus

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Realisierungswettbewerb Neubau Rathaus Stadt Laatzen

Stadt Laatzen
Wettbewerb
15.300 m²
60.000 m³
Anerkennung
2020
chora blau

Das Konzept des Rathauses zeigt die baukörperliche, funktionale Aufteilung in zwei, sich verschneidene Quader, Rathaus und Bibliothek, sodass auf dem Areal differenzierte Platzsituationen entstehen. Der neue Rathausplatz, zur Marktstraße orientiert, mit der Funktion der Repräsentation – Adressbildung „Institution Rathaus“ – steinern geprägt und in seinen Fluchten und Raumkanten mit dem Ensemble der Stadthäuser verbunden. Auf der anderen Seite der Bürgerplatz, von Wohnriegel flankiert, ein lebendiger, „Grün“ gestalteter Ort mit einem vielfältigen Angebot an Nutzungen (z. B. Wochenmarkt). Beide Plätze verbinden sich über ein halböffentliches Foyer durch das Gebäude hindurch.

Das halböffentliche Foyer bildet das Herzstück des neuen Rathauses. Es ist von beiden Plätzen aus direkt zugängig. Durch seine zentrale Position kann es multifunktional eingesetzt werden, als repräsentatives „Theather“-Foyer, Warte- und Lesebereich oder als Informations- und Ausstellungsforum. Das zentrale Element des Bürgerbüros sind die im Zentrum des Rathauses angesiedelten Schnellschalter. Diese „Bürgerhalle“ befindet sich direkt gegenüber des Haupteingangs am Rathausplatz. Der Multifunktionssaal mit zwei Zugängen und Nutzungsvarianten ist über das Hauptfoyer und über die Bibliothek zu erreichen. Die anderen Sizungsräume befinden sich an einer Galerieebene im 1. Obergeschoss, ebenfalls angelagert an das Foyer.

Die Bibliothek ersteckt sich über drei Ebenen, die über großzügige „Leserampen“ miteinander verbunden sind. über ein zentrales Dachoberlicht werden die Ebenen über einen Luftraum auch in der Tiefe belichtet.

Die Büros, „Teams“ der Fachbereiche erstrecken sich über die oberen 3 Geschosse des Rathausbaukörpers. Ergänzt wird diese Zone durch einen Personalbereich mit großzügiger Loggia im 3. 0bergeschoss. Der Bürgermeister und der Verwaltungsvorstand verorten sich auf der obersten Ebene des Gebäudes mit Blick auf den Rathausplatz. Als Interpretation des klassischen „Rathausbalkon“-Motivs ist auf diesem Geschoss eine große Terrasse mit Dachgarten angeordnet – eine Dachaufsicht, deren grüne Ausgestaltung im städtebaulichen Kontext eine wichtige Rolle spielt.

Das Gebäude nimmt in seinen Proportionen die differenzierte Körnigkeit der Stadthäuser auf, die Materialität und Farbigkeit werden interpretiert und weiter entwickelt. Die vertikale Holz Lattung der Stadthäuser ist in vertikale öffnungselmente des Rathauses übersetzt. Eine Holz-Hybridbauweise des Neubaus knüpft an den Nachhaltigkeitsaspekt des Konzeptes an. Die warme Farbigkeit des Holzes wird in der Rathaus Fassade zusammen mit lichten Glaselementen diffizil umgesetzt, ein baulicher Kontrast zur umliegenden Hochhaus-Architektur.

Gestaltete Grünräume ergänzen und prägen das Erscheinungsbild des Neubaus. Im Innenraum sorgen helle, warme Farbtöne und viel eingesetztes Holz für eine angenehme Arbeitsumgebung und eine hohe Akzeptanz bei Besuchern und Mitarbeitern.

Ein nachhaltiges und ökologisches Gesamtkonzept mit dem Einsatz regenerativer und am Standort vorhandener Energiepotentiale sind unterstützend geplant. Durch den Einsatz nachwachsender Baustoffe wird dem Nutzer, als auch dem Besucher des Gebäudes, eine architektonisch, nachhaltige Architektur aufgezeigt.

„Rathaus aus Holz – baulicher Kontrast zur umliegenden Beton-Hochhaus-Architektur“

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