Studiogebäude SWR

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Neubau Studiogeb ude SWR Tübingen

Bauherr
SWR Südwestrundfunk

LPH
Wettbewerb

2.900 m²
11.750 m³
moka-studio

Der Neubau SWR-Tübingen ist in klarer architektonischer Formensprache als Kubus formuliert. Seine markante Auskragung nach Westen erzeugt eine deutliche Geste in Richtung Innenstadt. Die sensiblen Rücksprünge im 2.Obergeschoss reagieren auf den Maßstab und die Ausrichtung der Umgebungsbebauung. Durch seinen hohen architektonischen Widererkennungswert und seine ausstrahlende Fernwirkung stärkt der Neubau die Identität der Marke SWR bei Tag und bei Nacht.

Als Herzstück des Gebäudes bestimmt der Desk-Bereich maßgeblich das Grundrisslayout. Die Anordnung des Erschließungskerns im Norden des Gebäudes, lässt im Zentrum einen großen, flexibel nutzbaren Raum entstehen - Büros und Studios legen dort an. Eingestellte Glaswände schaffen visuelle Raum-Verbindungen. Das Prinzip des gesamten 1. Obergeschoss funktioniert als eine Einheit, die sich individuell organisieren lässt. Die Selbstfahrerstudios befinden sich im Zentrum und sind ebenfalls visuell über eine Glaswand einsehbar.

Im 2. Obergeschosses ist die Studioleitung mit südorientierter Dachterrasse verortet - ebenfalls die Kreativbüros mit Aufenthaltsraum. Direkt angrenzend bietet die große überdachte Loggia einen spektakulären Blick auf die Innenstadt von Tübingen. Dieser Bereich kann sowohl als Erweiterungen der Aufenthaltsräume betrachtet werden, als auch als Sendestandort für Bildaufzeichnungen mit unverwechselbarem SWR-Ambiente, kombiniert mit der Stadtsilhouette.

Nach Süden orientiert sich der Haupteingang des Gebäudes charaktervoll - über einen Vorplatz mit Grün-Inseln und nachhaltig gestalteten Sitzmöglichkeiten. Der „Live-Point“ ist direkt vom Vorplatz aus einsehbar und vermittelt dem Besucher das Bild einer transparenten Medienwelt.

Ein atmosphärischer Konferenz- und Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss bietet 60 Gästen Raum mit direktem Anschluss an das Foyer, integrierter Teeküche und Catering-Option und Terrassen-Bespielung.

Die Fassade des Neubaus nimmt die helle Farbigkeit der Umgebungsgebäude auf. Die ortsüblichen Putzoberflächen der Umgebung werden in helle Betonstein-Oberflächen übersetzt. Die Geschossigkeit ist über horizontale Bänder ablesbar. Vertikale Stützelemente und profilierte Außen-Wandelemente sorgen für ein elegantes Erscheinungsbild. Trotz seiner strengen Rasterung wirkt der Baukörper licht und offen - versinnbildlicht eine transparente, moderne Medienproduktion.

Der Vorplatz bietet unter den lichten Kronen von mehrstämmigem Ahorn sowie Elsbeere angenehme Aufenthaltsqualität und vermindert die Aufheizung an Sommertagen. Die Solitärgehölze sind vorwiegend in abgesenkten Pflanzbeeten angeordnet und können einen Teil des Oberflächenwassers der Belagsflächen aufnehmen. Vom Vorplatz wird mit einer Freitreppe eine Verbindung in das neue Baugebiet und den landschaftlich reizvollen Talraum geschaffen. Die Anbindung zum Wilhelm-Schussen-Weg erfolgt aufgrund des starken Gefälles über einen mäandrierenden Weg.

An den Wegekehren bieten Sitzmöglichkeiten verschiedene Blickwinkel in die umgebende Landschaft. Obstbäume säumen den Weg und inszenieren den Bezug zu den Obstbaumbeständen in der Umgebung.

„Ein hochtechnisierter Medien-Kubus in anspruchsvoller Topografie.“

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